Ich hab neulich den Artikel „10 Dinge, die du in New York niemals tun solltest“ gelesen und einige Parallelen zu Shanghai festgestellt. Das hat mich gleich auf die Idee gebracht, diesen Beitrag zu verfassen: „10 Dinge, die du in Shanghai niemals tun solltest!

 

Über Shanghai habe ich schon einiges Berichte, Klischees aufgeklärt und Einblicke in das Leben hier gegeben. Es ist halt oft anders als man denk. Ähnlich wie in New York gibt es auch unglaublich viele Touristen in Shanghai. Ich denke überwiegend aus China selbst, aber auch aus anderen Ländern der Welt. Natürlich gibt es hier auch ein paar geschriebene und ungeschriebene Gesetzte. Mit den folgenden 10 Dingen kommt man als Touri bei einem Besuch gut über die Runden.

#1: Ein freies Taxi ergattern

Das ist hier ähnlich wie in NY. Gerade in Deutschland fährt man nicht so häufig Taxi und ist da etwas unerfahren. Normalerweise reicht Arm rausstrecken und heranwinken, aber ganz wichtig, nicht hektisch Zuwinken! Mit dem Handzeichen können viele Taxifahrer nichts anfangen und fahren weiter. Es ist eigentlich unmöglich morgens sowie abends während der Rush Hour und bei Regen ein Taxi zu bekommen. Da viele Taxifahrer offensichtlich eine Sehschwäche ohne Sehhilfe haben, könnte es daran liegen. Vielleicht aber auch nicht. Viele Touris regen sich auf, weil die Taxis vorbeifahren. Doch wissen diese eben nicht wann es frei ist. Leuchtet das Licht auf dem Dach ist es frei, wenn nicht sitzt schon jemand drin und man kann sich das Rumgehample am Straßenrand sparen.

#2: Eine tolle Aussicht aus dem Hotelzimmer erwarten

Ähnlich wie in NY, kann man alles in Shanghai bekommen was man möchte, auch unglaubliche Aussicht aus seinem Hotelzimmer. Vorausgesetzt, man kann es sich leisten und Shanghai ist teuer. Plant man also mit einem normalen Durchschnitts-Urlaubs-Budget sollten die Erwartungen nicht all zu groß sein. Der Standardausblick ist eher die gegenüberliegende Häuserwand. Allerdings, wie viel Zeit verbringt man in seinem Urlaub wirklich im Hotelzimmer? Meistens nur die Nächte und manchmal nicht mal die. Und für tollen und deutlich günstigeren Ausblick gibt es sehr viele Bar und Restaurants in denen man diesen genießen kann. 

#3: Den Pullover im Hotel lassen

Der Sommer ist lang und heiß in Shanghai. Im Hochsommer knappe 40 Grad. Eigentlich braucht man bei den Temperaturen monatelang keine Jacke. Wenn da nicht diese Klimaanlagen wären. Die in den meisten öffentliche Gebäuden, Stores, Restaurants auf 16-18 Grad eingestellt sind. Brrr.., wer das nicht gewohnt ist und seinen Pullover im Hotel gelassen hat kann das schnell bereuen. Im schlimmsten Fall und eigentlich der Klassiker hat man sich im Urlaub schön erkältet. 

#4: Ein „xing chang chong“ zu wörtlich nehmen

In NY sagen sie „How are you“, in Shanghai wird man ebenfalls sofort angesprochen, sobald man beim Shopping einen Laden betritt. Zu Anfang war auch ich etwas irritiert, was die wohl immer von mir wollen. Im Laufe der Zeit hab ich mir gedacht, es wird wohl eine Art Begrüßung sein. Die nicht „Ni hao“ ist. Denn die verstehe ich. Bis heute habe ich nicht rausfinden können was es genau bedeutet. Also einfach nett lächeln und weitershoppen.

#5: Wenn die Metro kommt, schnell einsteigen wollen

Das Thema ist mein besonderer Liebling. Da Unten herrscht eine andere Welt. Oben ist es schon ruppig aber wenn die Türen zur Metro in der Rush Hour sich öffnen, dann ist die Hölle los. Monate lang habe ich mich dort unten im wahrsten Sinne des Wortes durchgeschlagen! Dort gibt es keine Regeln. Nur der schneller und stärkere gewinnt. Als ganz besonderen Tipp für Touris. Habt ihr es in die Metro rein geschafft und wollt aussteigen, dann müsst ihr schieben. Einfach schieben. Von sich aus oder auch auf Anfrage macht da niemand Platz um euch aussteigen zu lassen. Es ist etwas ungewohnt zu Anfang, aber das Durchdrängeln und Schieben wird euch niemand übel nehmen. Es machen alle so.

#6: Deine Tasche neben dir auf den Sitz stellen

Ahahahahah… Einen Sitzplatz in der Metro? Ahahah … es wird auch nicht dazu kommen, dass ein Platz neben dir frei ist auf dem du irgendetwas abstellen könntest!

#7: Dich nicht umsehen und am Handy kleben

Das mag in NY nicht gerne gesehen sein, aber in Shanghai völlig normaler Zustand. Auch im Weg stehen, im Weg gehen, da muss man durch. Jeder, wirklich jeder Chinese guckt auf seine ein bis drei Smartphones, in jeder Lebenslage. Auch und sehr gerne auf der Toilette. Besonders gerne werden Videos geguckt, in voller Lautstärke ohne Kopfhörer natürlich. Und das dazu wirklich an jedem noch so unpassenden Ort. Es scheint aber irgendwie auch niemanden (außer mich und andere Westler) zu stören.

#8: Draußen ein wichtiges Telefonat führen wollen

Hier habe ich dem NY-Kommentar wenig hinzu zu fügen. Es ist grundsätzlich eine schlechte Idee, gerade an einer Straße. Der Lärmpegel ist immens und macht Telefonate fast unmöglich.

#9: Auf der Rooftop Bar einen romantischen Sternenhimmel suchen

Das gilt wohl für alle Mega Cities. Sternenhimmel sucht man hier vergebens in der Nacht. Shanghai sieht man bis zum Horizont leuchten und so wirklich dunkel wird es eigentlich nie. Dafür kann die Skyline auch eine sehr romantische Kulisse sein. Sofern kein Smog die Sicht verdeckt.

#10: Geld für die Aussichtsplattform auf dem Flaschenöffner ausgeben

Zu guter Letzt, eine Top-Insider fürs Sightseeing. Um den Ausblick aus dem 100. Stock des zweit höchsten Gebäude von Shanghai (der linke Turm auf dem Titelbild) zu genießen, kann man sich an die laaaange Schlange zur dortigen Aussichtplattform stellen. Oder man spart die 20€ pro Person und nimmt den Eingang von Hyatt Hotel. Fährt in die Bar im 92. Stock und haut die Kohle bei gleichem Ausblick für einen leckeren Cocktail raus. Ob nun 92 oder 100 macht für den Blick wirklich keinen Unterschied. Zudem ist die Bar nicht überfüllt und man bekommt eigentlich immer einen Platz. So kann man die Aussicht ganz gemütlich bei einem Getränk genießen und natürlich Fotos machen.

Als nächstes schreib ich vielleicht mal 10 Dinge auf die man in Shanghai unbedingt machen sollte 🙂

Hier geht es zum Artikel der zu diesem Artikel inspiriert hat.

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